Sie sind hier - Home - Die Hirtenhütte

Die Hirtenhütte

Obligatorisches Ziel beim Besuch auf Sardinien sind die Hirtenhütten, die zur Identität der sardischen Bevölkerung gehören. Diese Hütten entstanden aufgrund ökonomischer und sozialer Organisation, die sich auf die Schafzucht stütze. Bei der Besichtigung werdet ihr schnell merken, wie sie sich auch auf die Organisation und Kontrolle des eigenen Territoriums ausgerichtet sind und wie viel Vorsicht, Geduld und Geschicklichkeit für die Konstruktion notwendig ist.
Die Materialien, die dafür benötigt wurden sind:
Wacholder, dass im Hochgebirge zu genüge vorhanden war und immer noch ist.

Kalkgestein, das für die Grundlage der Hütte genutzt wurde. Dies wurde kreisförmig angeordnet und im Trockenbau ca. ein Meter hoch gebaut.
Die zweite Phase beinhaltet eine Erhöhung durch die vertikale Anordnung von Ästen des Wacholders, die an einem Punkt enden um die Hütte zu schließen mit Hilfe einer Verflechtung kleiner Äste von Wacholder. Der Eingang dieser Hüten, „Su Ennale“ genannt, besteht aus einem Tragbalken aus Wacholder, der wiederum von Stämmen gestützt wird und wie ein Pfosten auf der Grundlage aufgebaut wird.

Diese Bauart war typisch und wurde auch bei Unterkunftsstellen der Tier angewandt, damit im Inneren die richtigen Bedingungen und Temperaturen entstanden, um die Tiere keinen Gefahren auszusetzen. Auch die Raumeinteilung folgte einer bestimmten Logik. Es gab Raum für ausgewachsene Tiere und für die kleinen Schafe (hier „gerine“ genannt).


Eine Hirtenhütte die eine besondere Erwähnung verdient, ist „Ovile de Sa Sedda Eranu“, die aufgrund eines Brandes zerstört worden ist. Sie ist erwähnenswert, weil bei der Konstruktion alle Ideen und Vorstellungen übernommen worden sind und zur Bewunderung aller es gelungen ist sie in einer Umgebung zu bauen, wo nur Steine und Holz zur Verfügung standen.

Der Name dieser Hirtenhütte basiert auf der einfachen Tatsache, dass die Viehzucht Jahreszeitenabhängig ist. Das Wort „Eranu“ bedeutet nämlich Frühling und macht den Aufenthalt des Hirten im Frühling deutlich. Nach Geschichten der Älteren hat der Hirte „B. Mereu“ diese Hirtenhütte erbaut. Die von den Jahreszeiten anhängige Konstruktion der Hütten macht die für lange Zeit organisierte Arbeit, die Konstruktionsfähigkeit, die Geschichte, die Faszination und die Landschaft in der sie sich befinden deutlich und machen somit klar, weshalb sie eine Besichtigung wert sind. Hierbei handelt es sich nämlich um „Beweise“ der sozi- ökonomischen Vergangenheit Sardiniens bzw. Ogliastras und Bauneis.

Ricerca Struttura

A+ A++ Reset