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Ogliastra

Die Provinz Ogliastra ist vielleicht die unbekannteste aber nicht deswegen die uninteressanteste.

Deren Ursprung besteht wohlmöglich aus der Ära „Neolitico“, wo sich die Bevölkerung sich meist an der Küste befand. Aufgrund der Pirateneinfälle waren die Bewohner gezwungen sich im Inneren Sardiniens anzusiedeln, wodurch die ersten Orte entstanden, die heutzutage Ogliastra mit ihrer Viehzucht usw. wiederspiegeln. Die Befunde von 2000 v. Chr. wie „Mentir“ und „Le domus de Janas“ machen deutlich, dass die Bewohner dieser Gegend heidnische Riten usw. auslebten. Die „Mentir“ sind große Gesteine, die aus der Steinzeit stammen und ein Größe von 15m erreichen. Sie sind normalerweise glatt und nur einige besitzen repräsentative Gravierungen der „Dea Madre“.

Ein weiterer Nachweis für heidnische Rituale sind die „Domus de Janas“, die Grabstätte in Gestein in unterschiedlichen Formen sind. Diese sind in ganz Sardinien vorzufinden, wie auch in Lotzorai wo mindestens 15 vorhanden sind. Hierbei ist auch die Umgebung passend, denn es scheint, dass die Erbauer einen friedlichen und ruhigen Ort suchten. Im ganzen Territorium Ogliastras sind auch starke Zeichen der Epochen der Nuraghen (Epoca nuragica) vorzufinden, denn es gibt mehr als 200 in dieser Gegend.

Von den Nuraghen „Tholos“ bis hin zu „Tombe die Giganti“ und „Pozzi e fonti sacre“. Die Auswahl des Erbauungsplatzes wurde nicht dem Zufall überlassen, sondern war eine strategische Position. Es reicht aus wenn wir dabei an notwendige Durchgänge, Wasserquellen usw. denken. Während des VII Jahrhunderts v. Chr. War Ogliastra der Herrschaft der Phönizer ausgesetzt und im III Jahrhundert der der Römer.

Die Römer schafften bessere Bedingungen für die Küstenbewohner, aber hatten dennoch kein Erfolg mit der Bevölkerung des Inneren, denn auch sie schafften es nicht die Feindseligkeiten der ankommenden Bevölkerung gegenüber zu mindern. Weniger eindeutig ist die Sitation im Mittelalter, denn es gab häufig politische Veränderungen, die diese Zeit vor 455 prägten.

Zu dieser Zeit wurde die Insel von den „Vandali“ eingenommen und vom römischen Kaiserreich getrennt. Dies hatte sicherlich Folgen für die Verwaltung des Territoriums. Hiernach folgte die „Bizantino- Zeit“, wobei kliene autonome Regimes gegründet wurden, die unter dem Namen „Giudicati Sardi“ bekannt wurden. Erstmals gehörte Ogliastra zum Regime von Cagliari ind dann zu dem von Gallura und dies bis zum XIV Jahrhundert. Die „Pisani“ bekamen die Oberherrschaft und es wurde auch das Regime „Giudicati D´Ogliastra“ gegründet. Vom XIV bis zum XVIII Jahrhundert wird Ogliastra von den Spaniern regiert. Dabei muß man auch die dazugehörigen zahlreiche Streifzüge der Sarazenen im Inneren Sardiniens zählen. Erst durch die Herrschaft von Herzogen aus Savoia (1720 bis 1861) realisierte Sardinien die Kohlen- und Schienenproduktion.

Um den Urspring Ogliastras nachzuvollziehen kehren wir einige Jahre zurück. Die Regierung „Reggio Editto del 04 Maggio 1807“ teilte Sardinien in 15 Präfekten und eine davon war Ogliastra mit dem Hauptsitz in Tortoli.

Im Jahre 1821 wurde die Anzahl der Präfekten vom König Carlo Alberto di Savoia auf 10 reduziert. Der „Magnanimo“ verlagerte die Hauptsatdt nach Lanusei. Erst 2001 institutionalisierte Sardinien die Provinz Ogliastra wieder und somit seid 2005 erst wieder tätig und endgültig von Nuoro losgelöst.
Zu Ogliastra gehören zahlreiche Orte mit deren Traditionen, Trachten, Sehenswürdigkeiten und deren Geschichte. Alle verdienen mehr als nur eine kurze Beschreibung, die aber an dieser Stelle den Rahmen sprengen würde.

Um nur einige Orte zu nennen, erwähnich die nahe der Küste an der wir tätig sind: Baunei, Lotzorai und Santa Maria Navarrese. Dazu gehören auch die erwähnenswerten Orte wie Arbatx, Tortoli und Lanusei (Hauptstadt Ogliastras). Alle sind besonders, schön und haben eine Sache gemeinsam. Nämlich das saubere Meer mit kristallklarem Wasser. Dabei halten wir es für wichtig eine Aussage von Fulco Pratesi und Franco Tassi im Buch „Naturführer durch Sardinien“ wiederzugeben:
„Vielleicht gibt es nirgendwo anders als hier einem solchen Küstenbogen, der so vielseitig und dennoch unbekannt ist. Es ist ein 40km- langes Bollwerk und Kalkfelsen, dass zwischendurch Buchten besitzt. Daher gehört dieses Küstenland ohne Zweifel zu den herbsten und wildesten Italiens.“ Diese Aussage bestätigt die These: Ogliastra sei in Sardinien bzw. auch in Italien die Gegend die am wenigsten verschmutzt und unberührt ist. Außer dem Meer, dass keiner weiteren Aussage bedarf, machen Höhlen, Schluchten, atemberaubende Pfade, archäologische Stätte, religiöse und weitere Feste Ogliastra zu einer für Touristen beliebten Zielort. Die Möglichkeit unterschiedliche Sportarten auszuüben zieht auch viele Jugendliche an und motiviert sie das nächste Jahr wiederzukommen.
Verschiedene Untersuchungen ergaben, dass es hier Tierarten gibt die woanders vom Aussterben bedroht sind. Dazu gehören Wildschweine, Möwen, Falken usw. Dies kann als Indikator dafür gesehen werden, dass diese Landschaft noch unberührt, unverschmutzt und ökologisch „gesund“ ist. Die Vegetation ist in gutem Zustand, denn das zeigt auch die Anwesenheit verschiedener Baumarten (z.B. Wacholder). Der von den Bäumen stammende Kork wird dann weiter zur industriellen Verarbeitung gebraucht und es entstehen wunderbare Arbeiten. In Vergangenheit war dies ein Material die bei der Herstellung von Spielzeug ausschlaggebend war. Mehr möchte ich zu Ogliastra nicht sagen, um den Überraschungseffekt für die Besucher nicht zu verderben.

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